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Lemmi Guitars


Sounds und Systeme:

Guter Sound macht Spaß und gibt die Chance auf professionelle Ergebnisse - und daher nutze ich das jeweils für die Situation angepaßte "Handwerkszeug". Das ist modular und kann beliebig sein. Jeder Amp kann in jeder Konstellation mit jedem Rack gespielt werden - für Sessions und Gigs ganz klein oder wenn ich Spaß haben mag, ganz groß - alles ist machbar und da ich inzwischen älter und bequemlicher geworden bin, in maximal 10 Minuten spielfertig - was für den Abbau nach einem Auftritt auch sehr angenehm ist.

Und da (fast) alle Gitarristen von der Suche nach dem heiligen Gral ihrer Sounds besessen (und damit auch ein bisschen dem Wahnsinn geweiht) sind, habe ich im Lauf der Zeit natürlich auch immer wieder verändert und ausgetauscht, modifiziert und kombiniert. Das nennt man GAS: Gear Aquisition Syndrome - und das ist eine in Gitarristenkreisen furchtbar verbreitete Seuche - das kann ich als Betroffener nur bestätigen..... 

So haben dann vielzahlige Boogies, Marshalls, Randalls, Acoustics, Crates, Peaveys, Lexicons, TC Electronics, MXR, Electro Harmonix, Ibanez, Yamahas, Gibsons, Fenders sowohl als Gitarren, Topteile, Boxen, Vorstufen oder Racksysteme meinen Weg begleitet - bis ich nun so ziemlich dort angekommen bin, daß ich ganz nah dran bin - was natürlich nicht heißt, daß das nicht doch einmal anders wird. Dennoch - die Zeiten mit drei Marshall 4x12 oder drei Boogie Halfbacks inklusive 20 HE vollgestopftem Rack sind vorbei und eher den Amps samt passender Peripherie gewichen. Man entwickelt sich ja (hoffentlich) weiter.....  


Und was dabei nie vergessen werden darf:

Der Ton entsteht in den Fingern. Wer glaubt, mangelnde Fähigkeiten mit Tonnen von Equipment ausgleichen zu können, liegt falsch.

Eric Clapton klingt selbst auf einer billigen China-Strat und einem Transistor-Combo immer noch nach Eric Clapton. Steve Lukather sagt, dass jeder dasselbe hochwertige Equipment wie er nutzen kann und dennoch niemals so klingen wird. Das ist schlicht und eindeutig die Wahrheit. David Gilmour klingt einzigartig - und das nicht, weil er ein faszinierendes komplexes System nutzt, sondern weil er einfach einzigartig spielt.

Und manche Amps sind wie ein MC Laren F1: Man muß sie auch fahren können, sonst fliegt man von der Straße.



Gesamt01


System 02


System 01

Die Bilder zeigen Beispiele für mögliche Kombinationen. Und nun die Teile im einzelnen:


Rack I:

Exef MIDI Switcher Footpedal
Marshall 5fach Switcher Footboard
Lexicon MX 200
4x Nobels Alex Mini Looper
Ibanez 3Band Equalizer Vintage
MXR Dynacomp Compressor Vintage
MXR Phase90 Phaser Vintage
Electro Harmonix Electric Mistress Flanger Vintage

Rack01

Rack II:

Exef MIDI Switcher Footpedal
2x Nobels Alex Mini Looper
1x Nobels Midi Switcher
Furman Power Conditioner PL8 E
Soldano SP77 II USA
TC Electronics G-Force
Digitech Vocalist II
MAM SLM82 8 Kanal Stereo Line Mixer

Mesa Boogie Stereo Simul Class 295 Tube Poweramp

Rack02

Amps und Boxen:

Reussenzehn Reu-O-Grande Chicago 2 Topteil
Mesa Boogie MK 1 Baujahr 1978
Fender Bassman Ten Baujahr 1972
 Marshall Box 4x12er 1960A 



ReuO

Rock pur - der Amp kann nur Crunch und Lead - aber das perfekt. Das Teil reagiert total dynamisch und gnadenlos ehrlich. Es färbt nicht schön, sondern läßt jeder Gitarre ihren Ton - und dann zeigt sich, ob man es kann.




Boogie MKI

Clean wie ein Fender kann er auch, schließlich kommt er daher - aber Boogie heißt singende Leadsounds par excellence - und dafür ist er unschlagbar - und dieser Amp ist das Original, kein Reissue - gebaut 1978 und immer noch soviel Power, dass er losgelassen im Lead jeden Marshall wegbläst. Das kleine Teil singt ohne Ende und hat soviel Druck, dass klassische 4x12er Spieler ein Problem bekommen - eben ein MK I.

  


Fender Bassman Ten 1972

Meine neueste Errungenschaft - ein Fender Bassman Ten von 1972, dem Jahr, in welchem er wieder als Silverface aufgelegt wurde - also ein absolutes Sammlerstück. Leadsounds kann er nicht, aber Clean und leicht angezerrt ist er unschlagbar - da weint sogar mein Boogie.  Aufgerissen macht er den Clapton-Sound,  aber er ist auch mein Favourite für die Whitehats - weil  er ein klassischer Amp für Country ist.





1960A

Wer die nicht kennt, ist kein Gitarrist -  ich nutze sie für die Effektsektion in Rack II - eigentlich etwas zu schade nur dafür.... aber sie zeichnet sehr gut die Höhen und Mitten und macht damit die Sounds sehr transparent - und im Bass ist sie halt auch präsent wie jede klassische Marshall-Box. Bei Creme Frech darf sie als Box ran - also ein bißchen Wiedergutmachung.






...und die Gitarren dazu:

Gibson ES 335 Custom Umbau USA 1965
Gibson Les Paul Standard Custom Umbau USA 1980
Fender Stratocaster Custom Umbau USA 2004
Fender Telecaster Custom Nashville Umbau USA 1999
Ovation Balladeer 1711 USA 80er
Hopf Quintgitarre DE 80er



Klampfengalerie


Und nun ein Bild aus alten Zeiten.....

Da habe ich gleich zwei Boogies (MKI und MKII) als auch einen Marshall  JMP01 und diverses Geraffel....

Trier 2003